Schwere Zeiten für Lausitzer Teichwirte
Lausitzer Teichwirte bekommen die Folgen der Corona-Pandemie und anhaltender Trockenheit zu spüren. Durch ausbleibenden Niederschlag verwildern die Teiche immer weiter, zudem erschweren fischfressende Tiere die Zucht enorm – sagte uns Teichwirt Armin Kittner aus Petershain bei Niesky. Auch die Corona-Krise hinterlässt ihre Spuren – durch geschlossene Geschäfte und Restaurants, klagen viele Fischereibetriebe über mangelnden Absatz und Fehlbeträge in Größenordnung. Sollten sich die Bedingungen nicht umgehend ändern, so könnte bereits in einem Monat die Produktion zum Erliegen kommen – so der Teichwirt weiter.
Über ganze 3 Jahre fehlt nun ausreichender Regen. Die Monate März, April und Mai waren in den letzten Jahren immer wieder zu trocken – und jetzt ist da noch die Corona-Krise dazugekommen. „Die Trockenheit ist bei uns noch schlimmer - die Teiche nehmen jeden Tag 1-2 Zentimeter ab - es fehlen insgesamt 80 bis 90 Zentimeter zum Normalstau, der Ende April erreicht ist.“ - so Kittner weiter. Durch die Trockenheit werden nun auch natürliche Fischgegner angelockt. Durch geringe Wasserstände haben in diesen Tagen fischfressende Tiere, wie Silber- oder Graureiher leichtes Spiel: „So ein gedeckter Tisch ist für diese “Experten„ im Fischen natürlich eine feine Sache“ - beklagt der Teichwirt aus Petershain.