Sex mit 13-jährigen Mädchen - fast sechs Jahre Haft für Görlitzer Schlosser
Ein Werkzeugschlosser aus Görlitz, der Sex mit 13-jährigen Mädchen hatte, muss für fünf Jahre und zehn Monate hinter Gitter. Das Landgericht Görlitz verurteilte den 37-Jährigen heute wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in sechs Fällen. Der Angeklagte hatte die Mädchen auf der Internetplattform „Knuddels“ kennengelernt, sich dabei als 18-Jähriger ausgegeben, mit ihnen gechattet und sich Bilder von ihnen in obszönen Posen schicken lassen. Anschließend war er zu den Mädchen nach Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gefahren. In einem weiteren Fall ließ er eine 13-Jährige bei sich in Görlitz übernachten.
Das Gericht sah vor allem die manipulative Art des Angeklagten als strafverschärfend. Es folgte damit der Argumentation des Staatsanwaltes. Er hatte in seinem Plädoyer erkärt, dass der Angeklagte zielgerichtet mit den Mädchen im Internet Kontakt aufgenommen und sich wesentlich jünger gemacht habe, um dann aus der virtuellen in die reale Welt übergehen zu können. „Der Angeklagte hatte einvernehmlichen Sex mit den Mädchen, er wusste aber, dass sie erst 13 Jahre alt waren.“ Die Staatsanwaltschaft forderte deshalb zehn Jahre.
Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte hatte die Taten gestanden. Damit blieb den Mädchen die Aussage vor Gericht erspart. Ihm sei nicht klar gewesen, dass er Unrecht begangen habe. Damit werde er sich im Gefängnis „intensiv“ auseinandersetzen, versprach er. Der für sein Alter viel jünger wirkende Mann steht aber weiterhin in Kontakt mit einem der Mädchen und deren Mutter. Sein Verteidiger will sich dafür einsetzen, dass er in die JVA Waldheim verlegt wird. Dort gibt es eine sozialtherapeutische Abteilung. Der Anwalt hatte für eine Haftstrafe von fünf Jahren plädiert. Er will das Urteil aber nicht anfechten. Die Staatsanwaltschaft will offenbar auch keine Rechtsmittel einlegen.