++ EIL ++

„Sie hat sich das nicht ausgedacht“ - Mann aus Weißwasser verurteilt

Zuletzt aktualisiert:

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs ist heute ein Mann aus Weißwasser zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 53-Jährige  hatte sich nach Überzeugung des Landgerichts Görlitz zehnmal an seiner leiblichen Tochter vergangen (davon sechs schwere Fälle). Beim ersten Mal soll das Mädchen sieben Jahre alt gewesen sein. Es bestätigte die Vorwürfe in vier Vernehmungen, so auch vor Gericht. Der Vater habe gesagt, dass es total normal sei, was er mache, zitierte der Vorsitzende Richter Theo Dahm ihre Aussage. Der Prozess lief zum großen Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Missbrauch soll in der Wohnung und im Gartenhaus des Angeklagten geschehen sein. Seine Frau hatte sich scheiden lassen und war mit der Tochter nach Hoyerswerda gezogen. Das Mädchen war regelmäßig zu Besuch beim Vater in Weißwasser. Es offenbarte sich einer Psychologin. Das Gericht glaubte dem Mädchen. „Sie hat nicht gelogen, sich das nicht ausgedacht“, so Dahm. 

Dagegen bestritt der Angeklagte die Taten. Sie habe sich angeblich an ihm rächen wollen. Der Verteidiger kündigte Revision an. Er hatte Freispruch beantragt. Staatsanwalt und Nebenklage-Vertreterin forderten fünf Jahre und acht Monate bzw. sechs Jahre und fünf Monate.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.