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„Sie waren eingepfercht wie Vieh“ -Urteil im Görlitzer Schleuserprozess

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Das Landgericht Görlitz hat zwei tschechische Schleuser verurteilt. Nur einer muss ins Gefängnis. Er erhielt zweieinhalb Jahre. Der andere bekam zwei Jahre auf Bewährung. Dabei blieb das Gericht sogar zum Teil unter den Anträgen der Verteidiger, die zwei Jahre und fünf Monate bzw. drei Jahre und zwei Monate für angemessen hielten. Der Staatsanwalt hatte viereinhalb bzw. vier Jahre Gefängnis gefordert. 

Die beiden Tschechen  hatten 49 Syrer und Türken in einem Kastenwagen von Ungarn nach Deutschland eingeschmuggelt. Die Migranten bekamen keine frische Luft und zu wenig Wasser.  „Sie waren eingepfercht wie Vieh“, so der Staatsanwalt in seinem Plädoyer. Zwölf Stunden dauerte die Fahrt  bei Außentemperaturen um 30 Grad.  Eine Frau fiel in Ohnmacht.

Die Angeklagten gestanden und bereuten. Einer nannte auch den Namen des mutmaßlichen Auftraggebers, Spitzname „Pelo“.