Sieben Jahre Haft wegen Kindstötung für Hoyerswerdaerin
Das Landgericht Görlitz hat heute eine 27-jährige Frau aus Hoyerswerda zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Nach Überzeugung der Kammer hatte die Angeklagte eines ihre beiden Jungen unmittelbar nach der Geburt getötet. Beim zweiten Kind ging das Gericht von versuchtem Totschlag aus. Die Hoyerswerdaerin hatte 2011 und 2013 jeweils einen Sohn heimlich in der Wohnung ihrer Eltern zur Welt gebracht. Die Leiche des zuletzt geborenen Jungen wurde in einem Schrank im Keller gefunden. Das andere Baby soll die Angeklagte in eine Kühlbox gelegt und es sich selbst überlassen. Der Leichnam wurde jedoch nicht gefunden. Das Gericht erkannte deshalb auf versuchten Totschlag. Beim Strafmaß folgte die Kammer dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Dagegen hatte die Verteidigung Freispruch beantragt. Es gebe erhebliche Zweifel an der Schuld seiner Mandantin, sagte Anwalt Andreas Suchy. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.