Sieben neue Wolfsgebiete

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Wölfe erobern Sachsen. Es gibt sieben neue Territorien. Das geht aus den heute vorgelegten Daten des Monitoringjahres 2021/2022 hervor.  Neu ist demnach ein Rudel in Tiefensee-Löbnitz in Nordsachsen. Wolfspaare wurden im Colditzer Forst, in Marienberg und Stolpen-Hohenstein nachgewiesen – und in der Oberlausitz drei neue Rudel in Zimpel und der Noeser Heide im Kreis Görlitz sowie eins in Tautewalde im Kreis Bautzen.

Eine überraschende Entdeckung machten die Wolfsforscher in Tautewalde. Dort lebt ein  Rüde, der nicht aus Polen, sondern offenbar aus Südeuropa eingewandert ist. Der Wolf stamme aus der dinarischen Population. Diese Gruppe ist in einem ausgedehnten Gebiet von Slowenien über Serbien, Bulgarien und Griechenland verortet. Und: Wölfe wandern. Sie wechseln das Revier. So fanden sich keine Nachweise mehr zu den Rudeln in Dauban, Elstra, Haselbachtal und Weißwasser.

Im Untersuchungszeitraum wurden 74 Welpen in 26 Rudeln in Sachsen erfasst. Die Bilanz weist außerdem 17 tote Wölfe aus. 12 kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Zwei wurden erschossen. Zum einen handelte es sich um eine Wölfin aus dem Elstraer Rudel. Ihr Kadaver wurde in der Dresdner Heide entdeckt. Zum anderen wurde bei Neustadt/Spree im sächsisch-brandenburgischen Grenzgebiet ein illegal getöteter Wolf gefunden.