Signale auf Grün auf Niederschlesischer Magistrale
Darauf haben viele Unternehmen gewartet. Auf der Niederschlesischen Gütermagistrale können wieder Züge rollen. Mit einer Sonderfahrt wurde heute die 55 Kilometer lange Strecke Knappenrode-Horka-Landesgrenze zu Polen in Betrieb genommen. Sie war in den vergangenen acht Jahren für über 500 Millionen Euro zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert worden. Die Magistrale ist Teil eines europaweiten Verkehrskorridors mit Anschluss nach Asien. „Die neue Zugstrecke ist ein wichtiger Meilenstein für die Infrastruktur der Zukunft in der Lausitz, dem weitere folgen müssen.“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Der Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Ronald Pofalla, hob vor allem die grenzüberschreitende Bedeutung der Strecke hervor. „Mit ihrer Inbetriebnahme erreichen wir einen wichtigen Lückenschluss im europäischen Verkehrskorridor zwischen Nordseehäfen und Wirtschaftszentren in Mittel- und Südosteuropa.“
Ausgelegt ist die Trasse für täglich 170 Züge, die auf Teilstücken bis zu 160 Kilometer pro Stunde fahren können. Für Güterzüge gilt Tempo 120. Mit der Eröffnung der ausgebauten Niederschlesischen Gütermagistrale besteht auch wieder eine direkte Bahnverbindung von Görlitz nach Hoyerswerda. Sie wird am kommenden Sonntag in Betrieb genommen. Die Fahrzeit beträgt 54 Minuten. In Hoyerswerda besteht Anschluss nach Leipzig.