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So will Sachsen den Lehrermangel bekämpfen

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Die Staatsregierung stellt am Mittwoch das beschlossene Maßnahmenpaket gegen den Lehrermangel im Landtag vor. Kultusminister Christian Piwarz will in einer Fachregierungserklärung auf die wesentlichen Veränderungen eingehen.

Die Koalition hatte sich u.a. auf die Verbeamtung von Lehrkräften bis zu einem Alter von 42 Jahren verständigt - ältere Lehrer sollen über Zulagen, Beförderungen oder Prämien Wertschätzung erfahren. Gleichzeitig sind Maßnahmen zur Entlastung der Lehrer vorgesehen.

Außerdem soll die Stundtafel ausgedünnt werden. Ein Mentoringprogramm ermöglicht es Lehrern, die über 63 Jahre sind, nicht mehr vor einer Klasse stehen zu müssen, sondern als Mentoren Referendare, Seiteneinsteiger oder Praktikanten zu unterstützen. Mehr als 1,7 Milliarden Euro sollen dazu in den kommenden 5 Jahren investiert werden.

Die Opposition im Landtag bewertet das Paket unterschiedlich - mit einigen Punkten sei man zufrieden - kritische Stimmen befürchten aber auch Mißmut und Ungerechtigkeiten in den Lehrerzimmern. So ist u.a. von einer "Zwei-Klassen-Lehrerschaft" die Rede.