Soldat hortet Waffen in Wohnung in Vetschau
Die Polizei hat in Vetschau ein Waffenlager ausgehoben. Die Beamten waren baff, als sie in Vetschau die Wohnung eines 27-jährigen Bundeswehrsoldaten durchsuchten. Sie mussten einen Spezial-Lkw anfordern. Das Arsenal kann sich sehen lassen: 24 Granaten, zehn Karabiner, fünf Machinengewehre, drei Maschinenpistolen, ein Sturmgewehr, eine Panzerfaust und 3.200 Schuss Munition und Patronen. Der Großteil der Waffen stammt aus dem Zweiten Weltkrieg - Munitionsgurte und Leuchtspurmunition vermutlich aus Bundeswehrbeständen. Der Waffensammler hat sich bislang nicht geäußert. Er befindet sich auf freiem Fuß. Haftgründe sah die Staatsanwaltschaft nicht. Die Ermittler müssen nun aufwendige Untersuchungen führen. Eine Festplatte und ein Speicherstab, die der Bundeswehrsoldat in der Wohnung seiner Freundin aufbewahrt hatte, wurden beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft wollte den Fall scheinbar nicht so schnell an die Öffentlichkeit bringen. Allerdings wurde er durch eine Indiskretion publik. Erst vor wenigen Tagen hatten die Polizei Groß Döbbern im Spree-Neiße-Kreis sowie in Cottbus neun illegale Waffenarsenale ausgehoben. Sprenggranaten, Scharfschützengewehre, Karabiner, Pistolen und Revolver, Bajonette und Schalldämpfer, Zielfernrohre und Nachtsichtgeräte wurden sichergestellt – außerdem 4.500 Schuss Munition.