- Sorbisch - viel mehr als nur Trachten und Osterreiter. Foto; dpa
Sorbische Sprache stärken
Das Sorbische Parlament arbeitet an einer eigenen Verfassung für die Sorben. Zudem will es Angelegenheiten wie die geforderte Autonomie in der Bildungs- und Kulturpolitik über Staatsverträge mit Brandenburg und Sachsen regeln. Der Abgeordnete Martin Schneider sieht die Sorben an einem Scheideweg. Sie wollten als Volk wie jedes andere auch wahrgenommen werden. Ein wichtiges Anliegen sei dabei die Sprache. Der Sejm will zum Beispiel erreichen, dass Sorbinnen ihren slawischen Namen in den Reisepass eintragen lassen können.
Auch die Domowina fordert eine Stärkung der sorbischen Sprache. Die Muttersprache sei öfter am Küchentisch als auf der Straße zu hören, so Vorsitzender David Statnik. Und oft hapere es an Sprachkenntnissen in der Verwaltung.
