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„Sorbisches Wissensforum“ - Kostendruck zwingt zu Anpassungen

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Die Planungen für das „Sorbische Wissensforum“ in Bautzen müssen angepasst werden.  Mehr als 50 Millionen Euro Fördermittel gibt es nicht. Damit auszukommen, sei angesichts gestiegener Baupreise eine Herausforderung, sagte uns Jan Budar, Direktor der Stiftung für das Sorbische Volk. Anfangs war mit Kosten von 64 Millionen Euro kalkuliert worden. 

Ende Juni soll die Entwurfsplanung vorliegen und anschließend die Baugenehmigung beantragt werden. Baustart ist im kommenden Jahr, die komplette Fertigstellung bis Mitte 2029 geplant.  Dann werden Sorbisches Institut und Sorbisches Museum an einem Standort in zwei Gebäuden mitten in der Stadt präsent sein.

Das Sorbische Museum  bekommt am neuen Standort  großzügige Ausstellungsflächen und ein angemessenes Textil- und Trachtendepot. Die Sammlung rückt zugleich stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit.  Das Sorbische Institut wird mit Bibliothek, Lesesaal und Magazin untergebracht. Damit werde Wissen und Bildung an einem markanten Ort in Bautzen konzentriert, so die  Direktorin des Sorbischen Museums, Christina Boguszowa.Im Neubau sollen künftig auch das Sorbische Kulturarchiv und die Sorbische Zentralbibliothek mit seinen Magazinen unterkommen.

Mit dem „Sorbischen Wissensforum“ am Lauenareal  wird zugleich eine städtebauliche Lücke geschlossen. Umgesetzt wird der Entwurf der Münchener Architekten „bogevischs buero“.  Sie hatten den Projekt-Wettbewerb gewonnen. Nach Überzeugung der Jury  fügt sich ihr Modell in das städtebauliche Ensemble ein, z.B. mit einem bogenförmigen Durchgang, einem typischen Motiv der Bautzener Altstadt. Zugleich wirke der Bau zeitgemäß. 

 

Audio:

Reporter Matthias Zilch im Gespräch mit Jan Budar, Direktor der Stiftung für das Sorbische Volk