Späte Gerechtigkeit für Unfallopfer aus Zittau
Sechs Jahre nach einem schweren Verkehrsunfall hat ein Autofahrer aus Zittau Recht bekommen. Das Landgericht Görlitz entschied gestern, dass ihm 29.000 Euro Schadenersatz und rund 62.000 Euro Schmerzensgeld zustehen. Es verurteilte den Unfallverursacher – einen 26-jährigen Polen – außerdem, für weitere Schäden aufzukommen, die sich noch aus dem Unfall ergeben.
Der Pole war auf der B99 zwischen Ostritz und Hirschfelde frontal auf das Auto des Zittauers gefahren. Der damals 44-Jährige erlitt schwerste Verletzungen. Das Verfahren zog sich in die Länge. Strafrechtlich kam der Unfallverursacher milde davon. Er wurde zu 500 Euro verurteilt. Dagegen änderte sich für den Zittauer das Leben einschneidend.
Ob er die ihm nun die vom Gericht zugesprochenen gut 90.000 Euro jemals bekommen wird, bleibt abzuwarten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Berufung zum Oberlandesgericht Dresden wurde zugelassen.