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Sparkasse im Kreis Görlitz führt Negativ-Zinsen ein

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Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien führt Negativzinsen ein. Wer ab heute ein neues Giro- oder Tagesgeldkonto  eröffnet, muss bei mehr als 25.000 Euro  ein halbes Prozent draufzahlen. 

Eigentlich könnten sich die Banker freuen. Kunden fremder Banken bunkern ihr Geld bei ihnen. So stiegen im vergangenen Jahr die Einlagen bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien um 263 Millionen Euro. Doch angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank - EZB - wird der immer größer werdende Geldbatzen zur Belastung.

Vorstandsmitglied Frank Hensel: „Wir freuen uns über jeden Kunden, müssen uns aber zugleich vor einem weiteren unkontrollierbaren Zulauf von Einlagen schützen. Deshalb werden wir ab 1. Juli 2021 bei der Eröffnung neuer Giro- und Tagesgeldkonten ein Verwahrentgelt mit einem Freibetrag von 25.000 Euro vereinbaren. Die Höhe des Verwahrentgelts für darüber hinausgehende Einlagen orientiert sich am Zinssatz der EZB  von zurzeit -0,5  Prozent.“