Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien kündigt einen Teil der Prämiensparverträge
Die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien hat einen Teil der Prämiensparverträge gekündigt. Insgesamt 10 Prozent aller Langzeitsparverträge seien betroffen – erfuhren wir auf Nachfrage. Eine Kündigung erfolge nur, wenn es die aktuelle Rechtsprechung überhaupt zulasse. Grund für die Entscheidung sei das anhaltend niedrige Zinsniveau - hieß es weiter.
Auch in den nächsten Jahren rechnen die Banken mit keiner grundlegenden Änderungen in der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Um einer schleichenden Enteignung der Sparer in den nächsten Jahren entgegenzuwirken, empfiehlt die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien alternativ eine finanzielle Beteiligung an Immobilien oder erfolgreichen Unternehmen und bietet allen betroffenen Kunden eine individuelle Beratung an.
Die Entscheidung wollen die sächsischen Verbraucherschützer allerdings nicht auf sich sitzen lassen und prüfen derzeit rechtliche Schritte gegen die Kündigungen. Es ist bereits die elfte Sparkasse in Sachsen, die Prämiensparverträge beendet. So hatte bereits 2018 die Kreissparkasse Bautzen über 3.400 Kunden gekündigt.
Die Verbraucherzentrale Sachsen schaltet zudem nächste Woche Donnerstag eine Sonderhotline – Betroffene erhalten telefonisch von 10 bis 19 Uhr eine kostenlose Beratung von Rechts- und Finanzexperten zur Kündigung ihrer Prämiensparverträge.
Sonderhotline für gekündigte Prämiensparer
Donnerstag, 11. Februar 2021 von 10 bis 18 Uhr
0341 696 29 29