Spree auf alten Wegen
Die Spree kehrt nach 90 Jahren im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wieder in ihr altes Bett zurück. Sie schlängelt sich nun wie damals durch den Wald. Das Projekt ist einmalig und hat Pilotcharakter.
Kartografen und Geografen sind gefordert. Sie müssen ihre Unterlagen auf den neuesten Stand bringen. Denn die Spree hat zugelegt. Sie ist 750 Meter länger geworden. In den vergangenen zwei Jahren wurde der historische Fluss-Verlauf wiederhergestellt.
Die Spree wurde um 1930 auf diesem Abschnitt begradigt. Das hatte einen Grund: Halbendorf sollte vor Hochwasser geschützt werden. Damals nahm man negative Folgen für Pflanzen und Tiere in Kauf. Die Auenwälder und -wiesen trockneten zum Teil aus. Für Fische wurde es schwerer, flussaufwärts zu wandern.
Nun kann die Spree wieder im alten Bett fließen, die Auenlandschaften sich entfalten und damit auch Flora und Fauna. Der Hochwasserschutz wurde auch gesichert. So wurde in Halbendorf ein Wehr entfernt, eine Schutzanlage errichtet und zugleich zwei Deiche geschlitzt. So hat das Wasser an anderer Stelle mehr Raum.
Mehr als sechs Millionen Euro wurden investiert. Projektpartner, die DBU Naturerbe - eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt-, hat sich mit knapp einer Million Euro an dem Projekt beteiligt.