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Spree bei Spremberg erst in 20 Jahren wieder klar

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Braun wie der Bautzener Senf ist die Spree bei Spremberg. Kein appetitliches Thema. Das gelöste Eisenhydroxid setzt Fischen und Pflanzen zu. Wann endlich wird die Spree ihr braunes Kleid abgestreift haben? Was wird dafür getan? Und was wurde schon getan?

Einiges wurde schon getan, auch wenn das Effekt noch nicht sichtbar ist. Noch trägt die Spree bei Spremberg ihr braunes Kleid. Die Eisenbelastung ist aber zurückgegangen – in den letzten zehn Jahren etwa um die Hälfte auf 4,3 Milligramm pro Liter bzw. vier Tonnen Eisenhydroxidschlamm  pro Tag, so Sven Radigk, Projektverantwortlicher beim Tagebausanierer LMBV. Dafür wurden in den vergangenen drei Jahren drei Wasserbehandlungsanlagen an der Spree errichtet, außerdem ein Abfangriegel mit sechs Filterbrunnen an der Kleinen Spree. Von dort strömen maximal 100 Liter pro Sekunde in die Grubenwasserbehandlungsanlage  Schwarze Pumpe. 

Anfang der  2040er Jahre soll die Spree ihr braunes Kleid abgestreift haben. Bis dahin will die LMBV drei große Projekte umgesetzt haben. Dazu gehört eine sieben Kilometer lange und bis zu  90 Meter tiefe Dichtwand am Speicherbecken Lohsa 2. An der Grubenreinigungsanlage Schwarze Pumpe wird eine Vorreinigungsstufe errichtet. Dafür wurde die Baugenehmigung schon erteilt.

Durch  Eisenhydroxid im aufsteigenden Grundwasser bekommt die Spree ihre braune Farbe. Die Verbindung schädigt das Ökosystem.

 

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Knut-Michael Kunoth