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Aufatmen in Spremberg - Bombe entschärft

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Aufatmen in Spremberg. Die Bombe ist entschärft. Kurz vor 13.30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.  Der Sperrkreis wurde  aufgehoben. Die fast 1.400 Bewohner können wieder zurück in ihre Häuser. Die Kraftwerksstraße ist wieder frei.

„Dieser Fall war für uns Routine. Wir haben den Zünder herausgehebelt und anschließend gesprengt. Die Bombe wird nun abtransportiert“, sagte uns Uwe Zierdel vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Er war mit zwei Kollegen vor Ort.

Auf einem Gartengrundstück ander Kraftwerksstraße war Anfang dieser Woche die 50-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Bewohner aus einem 500-Meter-Sperrkreis mussten heute ihre Häuser verlassen. Ein Pflegeheim wurde evakuiert. Die Bewohner kamen im Krankenhaus in Spremberg und in einer Tagesklinik in Forst unter.

 Die Stadt war in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs Ziel von Luftangriffen. Die Russen warfen sogenannte Beute-Bomben ab - deutsche Geschosse mit russischem Zünder. Diese Kombination stellt für die Entschärfer mitunter eine besondere Herausforderung dar. Oft sind die Zünder verrostet und klemmen fest. In diesem Fall war es nicht so.

Es war nicht die einzige Entschärfung heute im Spree-Neiße-Kreis. In Forst sollte am Nachmittag eine 100-Kilo-Fliegerbombe russischer Bauart entschärft werden. Eine Evakuierung sei nicht notwendig, teilte die Stadt mit.

Audio:

Sprengmeister Uwe Zierdt vom Kampfmittelbeseitigungsdienst