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Staatskanzlei eröffnet Außenstellen in Weißwasser und Hoyerswerda

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Die Sächsische Staatskanzlei kommt in die Oberlausitz. Sie wird Außenstellen in Hoyerswerda und Weißwasser einrichten.  Ansprechpartner sollen für Fragen zum Strukturwandel bereitstehen und zugleich den Prozess begleiten. Das kündigte heute Ministerpräsident Michael Kretschmer in Weißwasser an.  In Weißwasser wurden heute Leuchtturmprojekte für die Oberlausitz vorgestellt. Dazu gehören in erster Linie Infrastrukturprojekte, wie z.B. die Elektrifizierung der Bahnstrecken Görlitz – Dresden und Görlitz – Cottbus, der sechsstreifige Ausbau der A 4 bis zur polnischen Grenze und eine vierspurige Schnellstraße von der A 4 bei Weißenberg bis zur A 15 bei Cottbus. Dies sei die Voraussetzung, damit  neue Unternehmen in der Lausitz kommen, so Kretschmer. Die Projekte, zu denen auch  zwei 5-G-Testfelder in Hoyerswerda und Welzow gehören und der Aufbau eines deutsch-polnischen Forschungsinstituts in Görlitz, sollen bis Sommer in ein Bundesgesetz gegossen werden. Es müsse aber auch Druck in Berlin gemacht werden, forderte die Görlitzer Landratsamtsdezernentin Heike Zettwitz mit Blick auf die Bahn und die Umsetzung der Schienenprojekte. Sie schlug vor, dass der Abschnitt zwischen Horka und Görlitz elektrifiziert wird. Damit hätte Görlitz einen direkten Anschluss zur internationalen Gütermagistrale, der sogenannten Seidenstraße nach China.

Der Gastgeber der Konferenz, Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch, sprach sich für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen in der Lausitz aus. "Bei den Sofortmaßnahmen für die Kohlereviere in Sachsen geht es um Millionen, für die Betreibung unseres Freibads brauchen wir 25.000 Euro", sagte der OB mit Blick auf die prekäre Finanzlage der Stadt.

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Reporter Knut-Michael Kunoth
Ministerpräsident Michael Kretschmer zu Außenstellen der Staatskanzlei in der Oberlausitz