• Das Kulturhaus Bischofswerda soll in den nächsten Jahren zu einem Kommunal- und Kulturzentrum umgebaut werden (Archivbild)

Stadt stellt Fördermittelantrag für Bischofswerdaer Kulturhaus

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Bischofswerda geht die nächsten Schritte zur Wiederbelebung des Kulturhauses. Die Stadt habe nun einen Fördermittelantrag gestellt – sagte uns Oberbürgermeister Holm Große. Sobald der Antrag von Bund und Land bewilligt wurde, will die Stadt die Planungen weiter vorantreiben. Man rechne derzeit fest mit einer verbindlichen Zusage im Sommer, sodass im kommenden Jahr dann die konkreten Bauplanungen erfolgen können, so der OB.

Aktuell stehen auch die Verhandlungen mit dem Eigentümer zum Kauf des Hauses kurz vor dem Abschluss. "Dort sind wir guter Dinge, dass der Kauf bis Ende Januar erledigt sein wird." - erklärt Holm Große. Für den Erwerb des Hauses fallen Kosten in Höhe von knapp 200.000 Euro an.

Das Kulturhaus soll künftig zu einem Kommunal- und Kulturzentrum umgebaut werden. Neben einem großen Saal für verschiedene Veranstaltungen, werden auch einige Ämter der Stadtverwaltung, die Bibliothek und ein Innenstadthort ihren Platz im Gebäude finden. Für das Vorhaben investiert die Stadt in den nächsten Jahren über 14 Millionen Euro – rund 90 Prozent der Kosten für Kauf und Sanierung könnten durch eine Förderung im Rahmen des Strukturstärkungsgesetz getragen werden.
"Es ist für uns als Stadt eine einmalige Chance, die wir so in den nächsten Jahren nicht wieder bekommen - deshalb gilt es sie auch zu nutzen." - sagt der Oberbürgermeister im Hinblick auf den hohen Fördersatz.

Das Gebäude am Platz des Volkes wurde bereits 1837 als Schützenhaus erbaut und über die Jahre mehrmals umgebaut und erweitert. Teile des Hauses stehen daher unter Denkmalschutz. Seit 2017 ist das Haus ungenutzt und fristet seitdem sein Schattendasein. Wenn alles nach Plan läuft, könnte nach 2023 ein neues Kapitel in der Geschichte des historischen Gebäudes aufgeschlagen werden.