• Wahlplakat der CDU Sachsen

    Im Umfrage-Aufwind: CDU-Wahlplakat mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Foto: Sebastian Kahnert

Starke Bewegung in der Wählergunst vor Ost-Landtagswahlen

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Berlin/Köln (dpa) - Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg kommt starke Bewegung in die Kräfteverhältnisse zwischen den Parteien.

In Sachsen legt die CDU in einer Wahlumfrage deutlich um vier Punkte auf 30 Prozent zu und liegt nun sechs Prozentpunkte vor der rechtspopulistischen AfD. In Brandenburg gewinnt die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke stark hinzu und liegt nun mit 22 Prozent gleichauf mit der AfD an der Spitze. Das geht aus der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD-«Tagesthemen» hervor.

Im Vergleich zum Sachsen-Trend von Anfang Juli hat die CDU mit Regierungschef Michael Kretschmer vier Prozentpunkte dazu gewonnen, die AfD verlor hingegen zwei Prozentpunkte. Hinter CDU und AfD rangiert die Linke mit 16 Prozent (plus 1). Die Grünen kommen auf 11 Prozent (-1), die SPD auf 7 (-2) und die FDP wie schon im Juli auf 5 Prozent. Hoffnungen dürfen sich auch die Freien Wähler machen, die 4 Prozent haben und damit einen Prozentpunkt mehr als zuletzt. Rechnerisch wäre damit eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen möglich.

Laut der Umfrage ist aktuell die Hälfte der Sachsen mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden. 44 Prozent der Befragten wollen, dass die CDU weiterhin die Regierung führt, 48 Prozent wünschen sich eine andere Partei an der Spitze. Mit Regierungschef Kretschmer sind 63 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden.

In Brandenburg bedeuten die 22 Prozent für die SPD ein Plus von 4 Punkten gegenüber dem Brandenburg-Trend von Anfang Juni. Die AfD legte um einen Prozentpunkt zu.

Auf Platz drei kommt laut der Umfrage die CDU mit 18 Prozent (plus 1 Prozentpunkt), gefolgt von der Linken mit 15 Prozent (+ 1). Als deutlichen Verlierer sieht die Umfrage Bündnis 90/Die Grünen, die nun mit einem Minus von 5 Prozentpunkten gegenüber Anfang Juni bei 12 Prozent liegen. Die FDP kommt unverändert auf 5 Prozent und die Freien Wähler auf 4 Prozent.

Aktuell seien 44 Prozent der Befragten mit der Arbeit der rot-roten Landesregierung zufrieden oder sehr zufrieden, hieß es. 54 Prozent seien weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden.

Mit der Arbeit von Ministerpräsident Woidke zeigte sich eine knappe Mehrheit der Befragten von 51 Prozent zufrieden und 36 Prozent unzufrieden. Für Woidke ist dies der niedrigste Wert der laufenden Legislaturperiode.