Start für Erschließung von neuem Quartier in Weißwasser
Weißwasser steht vor einem Umbruch. Drei große städtebauliche Projekte sollen in den nächsten Jahren verwirklicht werden. Unweit des Bahnhofs ist ein Gewerbegebiet geplant. Heute war offizieller Start für die Erschließung des sogenannten Gelsdorfhütten-Geländes. Die ehemalige Glasfachschule soll Ausbildungszentrum werden. Das Bahnhofsgebäude wird Bürgerbahnhof mit Bibliothek, Reisezentrum und Café.
Da wo einst die Gelsdorfhütte, die erste Glashütte in Weißwasser, stand und heute noch Ruinen aus Bäumen und Gestrüpp ragen, soll in ein paar Jahren Leben einziehen, eine kleine Stadt in der Kleinstadt entstehen - mit Gewerbe, Wohnhäusern, Park und Teich. Allein die Erschließung des Gewerbestandortes kostet 3,1 Millionen Euro. Weißwasser bekommt die Kosten großzügig gefördert. Die Stadt braucht nur knapp 80.000 Euro beizusteuern. Diese Chance werde nicht wiederkommen, sagte Oberbürgermeister Torsten Pötzsch.
Die Erschließung des Gewerbegeländes erfolgt in zwei Schritten. Bis Mai kommenden Jahres sollen die Ruinen geschleift und das Grundstück beräumt werden. Dafür stehen 3,1 Millionen Euro bereit. Danach beginnt die eigentliche Erschließung mit der Sanierung der Landmarke „Gelsdorfruine“.
Größter Mieter wird das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA sein. Die Behörde, für die inzwischen rund 350 Mitarbeiter tätig sind, ist derzeit auf vier Standorte in Weißwasser verteilt.