Start für Neiße Filmfestival
In Zittau wird heute Abend das Neiße Filmfestival eröffnet. Bis Sonntag werden 120 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme an zwölf Orten im Dreiländereck gezeigt. Die Wettbewerbsbeiträge konkurrieren um die Neiße-Fische, die mit insgesamt 19.000 Euro dotierten Preise des Festivals. In diesem Jahr steht die Politik im Fokus. So wird z.B. der Dokumentarfilm „Citizens K“ über den 2010 tödlich verunglückten polnischen Präsidenten Lech Kaczyński und seinen Zwillingsbruder Jarosław Kaczyński gezeigt.
Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und Diskussionsrunden. Der polnische Schauspieler Jan Nowicki soll den Ehrenpreis des Festivals erhalten. Trophäen namens „Neiße Fische“ werden in zehn Kategorien verliehen und sind mit einem Preisgeld von insgesamt 19 000 Euro dotiert. Der beste Spielfilm wird mit 10 000 Euro prämiert.
Die Organisatoren rechnen wie im Vorjahr mit 7000 Besuchern. Es sei nicht einfach, in der Grenzregion Besucher in die Kinos zu locken, hieß es. In diesem Jahr hat das Festival 20 Spielstätten an 12 Orten.
Auch ein Filmklassiker aus der DDR ist noch einmal zu sehen: „Schwester Agnes“ über eine Moped fahrende Gemeindeschwester. Die Dreharbeiten fanden damals in Dörfern im Zittauer Gebirge statt, viele Einwohner wirkten als Kleindarsteller mit. Sie können sich nun noch einmal selbst auf der Leinwand erleben.