Stecker gezogen - Computermuseum Hoyerswerda geschlossen
Die Museumslandschaft in der Lausitz ist um eine Facette ärmer. Gestern schloss das Zuse-Computermuseum Hoyerswerda, und zwar neun Jahre nach der Neueröffnung an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße. Es gibt kein Geld mehr. Die Stadt hat den jährlichen Zuschuss von 25.000 Euro geschlossen. Damit fällt auch die Förderung des Kulturraumes weg.
Auch die Spendenkasse der Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda bleibt ab 2027 zu. Und die Hoffnungen auf einen Sponsor aus der Schweiz haben sich offenbar zerschlagen. Die Stadt begründete ihren Rückzug mit dem angeblich nicht tragfähigen Finanzkonzept des Museums. Sie zeigt außerdem auf die Besucherzahlen: 20.000 bis 25.000 im Jahr sollten jährlich kommen. Im vergangenen Jahr waren es rund 10.300. Außerdem konnte – Zitat – „die entscheidende Rolle des Museums als Tourismusfaktor nicht belegt werden“.
Was mit den Exponaten wird, darunter ein Z64 „Graphomat“ von 1969, ein Siemens-Großrechner von 1959 und ein Robotron Großrechner aus den 1980er Jahren, ob sie eingelagert werden in einem Depot, konnten uns Museumsmitarbeiter nicht sagen.
Computerpionier Konrad Zuse hat 1928 in Hoyerswerda sein Abitur abgelegt.
