„Stilllegung von zwei Kraftwerksblöcken in Jänschwalde verschieben“
Die Stilllegung von zwei Blöcken im Kraftwerk Jänschwalde soll verschoben werden. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach schlug in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Habeck vor, die im Oktober 2022 und Oktober 2023 auslaufende Sicherheitsbereitschaft für die zwei Blöcke F und E zu verlängern. Damit könne bei einem möglichen Ausfall oder einer Unterbrechung der Erdgaslieferungen aus Russland schnell ein Ersatz für abzuschaltende Erdgaskraftwerke bereitgestellt werden,
„Im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise ist bei einem Ausfall insbesondere von Erdgasimporten aus Russland von weiteren Engpässen und Preissteigerungen auf dem deutschen und europäischen Strom- und Energiemarkt auszugehen“, warnte der Minister. Die Strompreise hätten in den vergangenen Jahren zwischen 30 bis 60 Euro pro Megawattstunde gelegen, zwischenzeitlich gebe es Preissprünge auf bis über 500 Euro pro Megawattstunde.
Der Block F des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde ist bis 1. Oktober 2022 für mögliche Versorgungsengpässe in Sicherheitsbereitschaft, der Block E bis 1. Oktober 2023 - danach sollen sie endgültig vom Netz.
Steinbach riet im Landtag zu zügigen Verhandlungen des Bundes mit Kraftwerksbetreibern. Ende 2028 soll das Kraftwerk komplett stillgelegt werden, damit weniger klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen wird. Dazu kommt, dass der Tagebaubetreiber Leag nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Cottbus in Jänschwalde wegen eines Streits um Wasser nur noch bis 14. Mai Braunkohle fördern darf. (dpa)