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Störer blockieren Flüchtlingsheim in Heidenau

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Nur unter dem Schutz der Polizei konnten Dutzende Flücht­linge ihre Notun­ter­kunft in Heidenau beziehen. „Nach Ausschrei­tungen in der Nacht ist die Lage jetzt ruhig“, sagte ein Polizei­spre­cher am Samstag­morgen. Störer hatten vor der Unter­kunft - einem früheren Baumarkt - Beamte mit Steinen, Flaschen und Böllern beworfen. Die Polizisten gingen mit Reizgas gegen die teils betrun­kenen Demons­tranten vor. „Wie viele Verletzte und Festnahmen es gab, steht noch nicht fest“, erklärte der Sprecher.Nach Mitter­nacht erreichte ein erster Bus mit Asylsu­chenden das Gebäude, in dem bis zum Morgen etwa 250 Flücht­linge unter­ge­bracht werden sollten. Zuvor hatte die Polizei eine Blockade auf der Bundes­straße 172 aufge­löst, mit der Demons­tranten den Einzug der Asylbe­werber verhin­dern wollten.Am frühen Abend hatten mehrere Hundert Menschen fried­lich gegen die Aufnahme von Flücht­lingen demons­triert. Sie folgten einem Aufruf der rechts­ex­tremen NPD. Nach Angaben der Polizei soll auf dem Gelände des Baumarkts ein Wachdienst für Sicher­heit sorgen. Außer­halb werde das Terrain von der Polizei überwacht.Sachsens Behörden suchen hände­rin­gend nach Notun­ter­künften für Asylbe­werber, weil bis Jahres­ende noch Hunderte Flücht­linge aus Krisen­ge­bieten erwartet werden. (DPA)