++ EIL ++

Straffes Reiseprogramm für Tillich

Zuletzt aktualisiert:

Für Sachsens Regie­rungs­chef Stanislaw Tillich bringt sein Amt als Präsi­dent des Bundes­rates 2016 eine vermehrte Reise­tä­tig­keit mit sich. „Zum guten Ton gehört, dass man Frank­reich und Polen besucht, aber auch die Benelux-Staaten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Außerdem seien Fernreisen nach Singapur und Südkorea geplant.  Mit Singapur verbindet Sachsen wirtschaft­liche Bezie­hungen. Im Fall von Südkorea reagiert Tillich auf einen Staats­be­such von Präsi­dentin Park Geun-hye im März 2014 in Dresden. Sie hatte dabei eine vielbe­ach­tete Rede über das Verhältnis der beiden korea­ni­schen Staaten gehalten. „Es gibt in Südkorea viel Inter­esse am Thema Wieder­ver­ei­ni­gung. Hier können wir unsere Erfah­rungen einbringen.“ Außerdem plant Tillich eine Reise nach Spanien, wo es um den Födera­lismus gehen soll. Schon als Europa-Abgeord­neter habe er viele Kontakte nach Spanien gepflegt, sagte der Politiker. Auch Russland steht auf dem Besuchs­pro­gramm. Dorthin würde Tillich in einer weiteren neuen Funktion als Vorsit­zender der deutsch-russi­schen Freund­schafts­gruppe des Bundes­rates reisen. Besuche in Rumänien und Ungarn befinden sich gleich­falls in der Planung. Dabei hat Tillich sein Ziel im Blick, das Verständnis der Westdeut­schen für die mittel- und osteu­ro­päi­schen Länder zu verbes­sern. Ungarn begeht 2016 den 60. Jahrestag des Volks­auf­standes. Dieser wurde mit Hilfe der damaligen Sowjet­union nieder­ge­schlagen. Tillichs Visite soll im Umfeld der Gedenk­feiern statt­finden.