Straftatenrückgang und Verdrängungseffekt durch Videoüberwachung in Görlitz
Ein knappes halbes Jahr nach Start der Videoüberwachung in der Görlitzer Altstadt ist Zahl der bekanntgewordenen Straftaten gesunken – und zwar um gut 28 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Einbrüche sank von 122 auf 50, so die Polizei.
Kehrseite der Medaille ist aber: Kriminelle weichen offenbar aus auf andere Stadt- und Ortsteile von Görlitz. So wurde z.B. in eine Metallbaufirma in Hagenwerder seit dem Sommer vorigen Jahres schon sechsmal eingebrochen. Der Unternehmer beklagt einen Schaden von mehreren 10.000 Euro. Diebstähle von Katalysatoren werden aus Weinhübel gemeldet.
Verdrängungseffekte schließt die Polizei nicht aus. Sie will gegensteuern. Die im vergangenen Oktober gegründete Soko „Argus“ soll an neuen Brennpunkten in der Stadt eingesetzt werden und den Tätern das Handwerk legen. In Hagenwerder lässt der Erfolg noch auf sich warten.