Strafverfahren zu Balkoneinsturz in Bautzen eingestellt
Zweieinhalb Jahre nach dem Balkoneinsturz mit neun Verletzten in Bautzen ist der Angeklagte glimpflich davon gekommen. Das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt. Er muss dafür 3.000 Euro an die Bautzener Tafel zahlen. Das erfuhren wir aus dem Amtsgericht Bautzen.
Das Gericht entschied nach Paragraph 153a. Das bedeutet: Es wird von einer geringfügigen Schuld ausgegangen. Auch blieb den Angeklagten eine öffentliche Verhandlung erspart. Sollte er aber die Geldbuße nicht zahlen, kommt es zum Prozess. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Vertreter der Eigentümergesellschaft fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Der Balkon war Anfang September 2021 während einer Geburtstagsfeier eingestürzt. Unter den Verletzten befanden sich auch zwei Kinder.
Laut den Ermittlungen war der Balkon von Nassfäule befallen und in einem erkennbar schlechten Zustand.