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Strom und Gas: Sachsen verlangt einheitliche Netzentgelte

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Die sächsi­sche Regie­rung hat bundes­weit einheit­liche Entgelte für die Nutzung von Strom- und Gasnetzen gefor­dert. Minis­ter­prä­si­dent Tillich erklärte, die Kosten der Energie­wende müssten endlich fair verteilt werden. „Es gehört zu den Unwuchten und Hemmnissen der Energie­wende, dass die ostdeut­schen Länder, die bundes­weit Vorreiter beim Ausbau der erneu­er­baren Energie­er­zeu­gung sind, hierfür die Zeche in Form von höheren Netzent­gelten zahlen müssen. Wenn man dazu bedenke, dass in Ostdeutsch­land sowohl Wirtschafts­kraft als auch Einkommen deutlich unter dem Durch­schnitt liegen, sei es höchste Zeit, diese unfaire Lasten­ver­tei­lung zu beenden“, so Tillich. Sachsen forderte Bundes­wirt­schafts­mi­nister Sigmar Gabriel auf, seinen Gesetz­ent­wurf zum Strom­markt in diesem Punkt zu überar­beiten. Die sogenannten vermie­denen Netzent­gelte für ungesteuert einspei­sende Photo­vol­taik- und Windkraft­an­lagen müssten sofort und nicht erst ab 2021 abgeschafft werden.