Studie: Jeder Vierte im Kreis Görlitz will keine Asylbewerber
Rund jeder Vierte im Kreis Görlitz ist gegen die Aufnahme von Asylbewerbern. Nur 16 Prozent akzeptieren Flüchtlinge als gleichberechtigte Bürger. Das geht aus einer heute veröffentlichten Studie hervor. 1.000 Einwohner aller Schichten und Altersgruppen ab 14 Jahren im Kreis Görlitz wurden befragt. Gut 40 Prozent sind für eine Aufnahme von politisch verfolgten Menschen. Zugleich sprachen sich 77 Prozent für eine Flüchtlingsobergrenze aus. 87 Prozent sind für ein Einwanderungsgesetz. Ebenso viele wünschen sich eine bestmögliche Integration. Asylbewerber, die hier Straftaten begehen, sollten aber sofort abgeschoben werden. Das erklärten 94 Prozent der Befragten. Drei Viertel sind der Meinung, dass Migranten nur geduldet werden. Bei der Eingliederung von Flüchtlingen in den Alltag sieht fast jeder Zweite Handlungsbedarf. Die Studie soll den Impuls geben für ein Integrationskonzept für den Kreis Görlitz. Es wird in den kommenden Monaten erstellt. Die Befragung wird am 9. Januar im Landratsamt Görlitz präsentiert (13 Uhr, Großer Saal).