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Sturm „Zeynep“ nicht so schlimm wie befürchtet

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Sturm „Zeynep“ hat uns bislang nicht mit der Wucht getroffen wie befürchtet. Bei der Rettungsleitstelle Ostsachsen in Hoyerswerda gingen bis Tagesanbruch knapp 50 Notrufe ein. Bäume wurden umgerissen oder entwurzelt.  „Es wurde niemand verletzt“, sagte uns der Diensthabende. In der Leitstelle in Cottbus gingen von gestern Abend 20 Uhr bis heute 9 Uhr rund 220 Sturm-Notrufe ein.

In Bad Muskau fiel ein Baum auf einen Pkw.  Die S 101 zwischen Schönbrunn und dem Abzweig zur S 111 in Bischofswerda war blockiert. Reisende müssen voraussichtlich bis in die Vormittagsstunden mit Zugausfällen rechnen. Die Länderbahn hat den Zugverkehr in der Oberlausitz aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Der Trilex pendelt derzeit nur zwischen Bischofswerda und Dresden. Der Zuverkehr auf den anderen Streckenabschnitten soll erst im Laufe des Vormittags wieder aufgenommen werden.

Stromausfälle wurden aus Bretnig-Hauswalde und Seeligstadt im Kreis Bautzen gemeldet. Auf der B6 zwischen Schmiedefeld und Fischbach im Kreis Bautzen stieß ein Autofahrer gegen einen umgestürzten Baum.  Der Sturm pustete in Hoyerswerda einen Altkleidercontainer auf die Straße.

Sturm „Ylenia“ hatte  am Donnerstag mehr Schäden angerichtet. Über 7.500 Haushalte in den Landkreisen Spree-Neiße und Oberspreewald saßen zweitweise im Dunklen. Eine Sturmböe brachte einen tschechischen Kleinlaster in Kodersdorf bei Görlitz in Schräglage. Er kippte in den Straßengraben. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Die Polizei schätzt den Schaden auf 15.000 Euro. Ein Lkw  wurde am Vormittag zwischen Weißenberg und Bautzen von der A 4 geschoben. Der Laster durchbrach einen Wildzaun und walzte kleinere Bäume nieder. Er rollte dann noch rund 150 Meter über ein Feld. Der Fahrer wurde nicht verletzt.

Audio:

Reporter Peter Aswendt im Gespräch mit dem Leiter der Leitstelle Lausitz, Ingolf Zellmann