Symbol des Friedens: Die Schwerter auf der Bautzener Ortenburg
Auf der Ortenburg in Bautzen stehen zwei riesige Friedensschwerter – ein modernes Denkmal, das an ein historisches Ereignis erinnert. Es geht um den Frieden von Bautzen im Jahr 1018. Damals beendeten der römisch-deutsche Kaiser Heinrich II. und der polnische Herzog Bolesław I. Chrobry fast 15 Jahre kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Reich und Polen.
Die Schwerter sind bewusst tief in den Boden gerammt – die Spitzen zeigen nach unten, ein Symbol für das Ende des Krieges. Gleichzeitig erinnern sie an die gewalttätigen Konflikte um die Oberlausitz, die dieser Frieden beendet hat. Ihr roher, sandgestrahlter Stahl soll die Authentizität und die Zeitlosigkeit des Themas betonen.
Die Ortenburg war damals der historische Schauplatz des Friedensschlusses, hoch über der Spree gelegen, und blieb ein wichtiger regionaler Machtpunkt. Das Denkmal wurde auf Initiative des Rotary-Clubs Bautzen errichtet, eine Tafel erklärt den Frieden auf Deutsch und Polnisch.
Die beiden Schwerter verbinden also Geschichte, Kunst und die universelle Botschaft: Frieden ist möglich – selbst nach langen Konflikten.
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