Tag der Sachsen in Kamenz mit Festumzug und Feuerwerk beendet
Mit einem farbenprächtigen Feuerwerk ist am Abend das größte Volksfest im Freistaat zu Ende gegangen. Rund 450.000 Besucher strömten am Wochenende nach Kamenz. Am Nachmittag wurde die bewegte Geschichte von Kamenz in einem Festumzug mit über 150 Bildern dargestellt. Rund 4.000 Akteure waren dabei. Auch der erste Deutsche im All reiste nach Kamenz. Fliegerkosmonaut Siegmund Jähn lief in seinem Sportanzug, den er in der Raumstation "Mir" trug, im Festumzug. Zuvor schwang er sich in die Lüfte. Ihm zu Ehren stieg eine Formation von fünf Ultraleicht-Flugzeugen auf. Jähn begnügte sich mit der Rolle als Co-Pilot. Jähn absolvierte in den 1950er Jahren seine Fliegerausbildung in Kamenz.Drei Tage lang herrschte in Kamenz tolle Stimmung. Dichtes Gedränge auf den Straßen und Plätzen in der Innenstadt. 550 Vereine präsentierten sich. Auf mehreren Bühnen liefen bis spät in die Nacht Show-Programme. Die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde aus Löbau hatten Dampfzug auf der Schiene. Er pendelte zwischen Kamenz und Senftenberg. Rund 5.000 Eisenbahnfans genossen Eisenbahnnostalgie. Die Polizei meldete keine besonderen Vorkommnisse. Fast 2.000 Ordnunghüter in Uniform und Zivil waren am Sachsentag-Wochenende im Einsatz. Im kommenden Jahr richtet Freiberg den Tag der Sachsen aus. Das größte Volksfest kehrt damit an den Ursprungsort zurück. 1992 erlebte die Riesen-Party ihre Prmiere.