Tag des Umgebindehauses in der Oberlausitz
Heute ist „Tag des Umgebindehauses“ in der Oberlausitz. Knapp 100 Gebäude stehen für Besucher offen, sagte uns Arnd Matthes von der Stiftung Umgebindehaus. Sie können ein Blick in die gute Stube werfen und sich ein Bild machen über die seltene Architektur machen. Außerdem werden Ausstellungen, Führungen, Vorträge und Mitmachaktionen angeboten.
Das Interesse der Hauseigentümer ihre Gebäude öffentlich zu präsentieren sei ungebrochen hoch, sagte uns Arnd Matthes von der Stiftung Umgebindehaus. Inzwischen gehören mehr als 30 Objekte in der Oberlausitz, Tschechien und Polen zum Stammrepertoire.
Schätzungsweise 19.000 Umgebindehäuser stehen in der Oberlausitz, der Sächsischen Schweiz, in Nordböhmen und Niederschlesien. In den Kreisen Bautzen und Görlitz werden derzeit rund 80 saniert. Vor allem Auswärtige interessieren sich für die Häuser, so zum Beispiel auch Niederländer.
Die Ursprünge der Volksbauweise reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Viele Umgebindehäuser sind sanierungsbedürftig, sie drohen zu verfallen. Mit dem Tag des Umgebindehauses sollen deshalb neue Liebhaber gefunden werden, die so ein Gebäude kaufen und instand setzen.