Taucher im Großeinsatz im Olbasee
Die Suche nach dem seit über drei Wochen vermissten Schwimmer im Olbasee bei Bautzen wird verstärkt. Heute rücken vier Gruppen von Polizeitauchern aus Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Größere Flächen sollen abgesucht werden. Bis Freitag ist der Einsatz geplant.
Der 44-Jährige war von seiner Begleiterin als vermisst gemeldet worden. Beide hatten sich auf einen Triathlon vorbereitet. Sie wollten bis zu einer 250 Meter entfernten Boje. Der Mann sei aber auf halber Strecke umgekehrt, weil er nicht mehr konnte, gab die Frau an. Als sie wieder das Ufer erreicht hatte, war er nicht da.
Der Olbasee ist bis zu 50 Meter tief. Früher wurde dort Braunkohle abgebaut. Stollen wurden in das Flöz getrieben. 1927 wütete ein Feuer. Es konnte nicht gelöscht werden. Daraufhin wurde die Grube geflutet – und damit auch die Stollen. Dort zu suchen, ist auch für die Taucher nicht ungefährlich. Hinzu kommt, dass die Sichttiefe nur wenige Meter beträgt und das Wasser am Grund eine Temperatur von nur etwa fünf Grad hat.
Seinen Namen verdankt der See übrigens dem damaligen Kohleförderer, der Oberlausitzer Braunkohlewerk Olba GmbH.