Tausende Asylgegner in Sachsen auf der Straße
Wieder sind hier in Sachsen tausende Asylgegner auf die Straße gegangen. Allein in Dresden waren es am Montagabend nach Schätzungen des Uni-Projekts "durchgezählt.de" 9.000 Menschen bei Pegida - die Veranstalter selbst sprechen von 20.000. Nach der Pegida-Demo sind bei einer Auseinandersetzung am Pirnaischen Platz drei junge Männer verletzt worden, ein 21-Jähriger musste ins Krankenhaus. Gegen zwei Tatverdächtige wird wegen gefährlicher Körperverletzungt ermittelt. Wer wen angegriffen hat, dazu machte die Polizei bislang keine Angaben. Besonders aufgeheizt war die Stimmung am Montagabend in Chemnitz-Einsiedel. 500 Demonstranten versperrten die Zufahrt zum ehemaligen Pionierlager, das zur Flüchtlingsunterkunft werden soll. Zeitweise blockierten Lastwagen die Straße. Auslöser waren Gerüchte der Initiative „Nein zum Heim“, wonach am Montagabend die ersten Flüchtlinge in Einsiedel ankommen sollten. Die Landesdirektion konnte dies nicht bestätigen. Die Polizei hatte sichtlich Mühe, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Durch Vermittlung von Ortschaftsrat und Ordnungsamt gelang es schließlich, die aufgeheizte Stimmung zu beruhigen.Weitgehend friedlich blieb der Protestmarsch des islam-kritischen Bündnisses Legida in Leipzig. Nach Polizeiangaben waren sechs Hundertschaften aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz. Zwar hatten Gegendemonstranten versucht, Absperrungen zu durchbrechen. Das wurde jedoch durch ein rasches Eingreifen der Beamten verhindert. Zuvor hatte der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir während einer Gegenveranstaltung das Wort ergriffen. Er sagte: „Alle, die bei uns leben wollen, müssen wissen, dass sie ins Land des Grundgesetzes kommen.“ Es war der 22. sogenannte Abendspaziergang von Legida. Beobachter schätzen die Teilnehmerzahl auf 700.