Über 3.000 Teilnehmer bei AfD-Kundgebung in Bautzen
AfD-Chefin Alice Weidel hat gestern Abend in Bautzen einen sofortigen Einwanderungs- und Einbürgerungsstopp für mindestens fünf Jahre gefordert. Wenn die AfD in der Regierung sitze, würden die Grenzen geschlossen und kontrolliert, sagte sie bei einer Wahlkundgebung. Spätestens nach Solingen habe sie die „Nase voll“ von „hohlen Phrase“ und „dummem Geschwätz“. Co-Chef Tino Chrupalla verlangte unter anderen Kurswechsel in der Energiepolitik mit einem Energiemix aus Braunkohle, Kernkraft und russischem Gas.
Laut Polizei kamen 3.250 Teilnehmer zu der Kundgebung auf dem Bautzener Kornmarkt. Sie sei störungsfrei verlaufen, sagte ein Sprecher.
Weidel gab sich - wie zuvor ihr Co-Vorsitzender Tino Chrupalla - für die bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg siegesgewiss. „Wir brauchen ein zweites 1989“, sagte sie mit Blick auf die Wende in der DDR. Wenn die AfD in der Regierung sitze, sei Schluss mit der „fehlgeleiteten Politik“. „Wir wollen Verantwortung übernehmen.“ (dpa/red)