++ EIL ++

Tausende Schaulustige beim Osterreiten in der Oberlausitz

Zuletzt aktualisiert:

Tausende Schau­lus­tige haben teilweise bei Sonnen­schein das tradi­tio­nelle Oster­reiten in der Oberlau­sitz vom Straßen­rand verfolgt. Wie die Polizei mitteilte, kam es dabei auch zu Unfällen. In Witti­chenau zog sich ein Reiter eine schwere Beinver­let­zung zu, als das Pferd eines anderen plötz­lich ausschlug. Er stürzte und musste im Kranken­haus behan­delt werden. In Bautzen wurde ein Reiter leicht verletzt, als er vom Pferd stürzte. Das Tier hatte aus unbekanntem Grund gescheut.

Das Oster­reiten der zumeist katho­li­schen Sorben in der Oberlau­sitz am Oster­sonntag hat eine mehr als 500 Jahre lange Tradi­tion. Die mit Gehrock, Zylinder und weißen Handschuhen beklei­dete Reiter ziehen in mehreren Prozes­sionen auf geschmückten Pferden im Dreieck von Bautzen - Kamenz - Hoyers­werda durch Städte und Dörfer. Sie singen christ­liche Lieder und tragen die Oster­bot­schaft von der Aufer­ste­hung Christi in die Nachbar­pfar­reien. In Ostritz an der deutsch-polni­schen Grenze segnen die Reiter zudem die Saat auf den Feldern.

Audio:

Sein Pferd gesat­telt hat auch Peter Bjarsch