Tesla-Autos auf der Ladefläche - Autoschieber in Bautzen verurteilt
Das Amtsgericht Bautzen hat einen Autoschieber aus Litauen zu einer eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Sein Geständnis und der Umstand, dass er noch nicht vorbestraft ist und fast fünf Monate in Untersuchungshaft saß, rettete ihn vor dem Gefängnis. Der 49-jährige Lkw-Fahrer war auf der A 4 vor Bautzen mit zwei gestohlenen Tesla-Autos gestellt worden.
Ein Landsmann hatte ihm per Telefon den Auftrag erteilt, die Luxuskarossen - Wert rund 200.000 Euro - nach Lettland zu bringen. Dafür wurden ihm 2.000 Euro versprochen. Zwischen Köln und Bonn übernahm der Lkw-Fahrer die Autos und bekam gefälschte Frachtpapiere in die Hand. Darauf stand „Gebraucht-Machinen“. Fahrzeugschlüssel und -zulassungen fehlten. Für einen Moment habe er überlegt, zur Polizei zu gehen – was er aber nicht tat, aus Angst, die Automafia könnte seiner Familie etwas antun.
"Ohne so kleine Lichter wie Sie würde der Autoschiebermarkt austrocknen", sagte Richter Dirk Hertle. Und er dankte den Autobahnpolizisten, die den Schmuggel auf dem Rastplatz Oberlausitz aufgedeckt hatten.