Theater Cottbus startet in die neue Spielzeit
Mit zahlreichen Premieren, Uraufführungen und Konzerten startet das Staatstheater Cottbus in die Spielsaison. Diesmal ohne Corona-Einschränkungen, wie Intendant Stephan Märki beim Start am Mittwoch sichtlich erleichtert feststellte. „Wir wollen singen, tanzen, spielen, ausgelassene Feste feiern - mit Publikum, im Publikum (...).“ Allerdings sei das Thema Corona-Pandemie mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine Nebensache geworden, betonte der Intendant. Umso wichtiger sei es, zusammenzukommen und sich auszutauschen. In bedrohlichen Zeiten werde Nähe benötigt, sagte er. Dieser Begriff werde in Stücken und Formaten beleuchtet werden.
So sucht das Theater die Nähe zwischen großen Stoffen und beliebten Klassikern. Als erste Produktion unter der neuen Schauspielleitung wird mit „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn eine beliebte Komödie auf die Bühne gebracht - eine Hommage ans Scheitern mit Humor. Gemeinsames Lachen solle näher bringen, hieß es vom neuen Dreier-Team am Schauspiel. Franziska Benack, Armin Petras und Philipp Rosendahl haben die künstlerische Leitung der Sparte ab der Spielsaison 2022/2023 gleichberechtigt übernommen.
Zur Nähe gehört dem Theater zufolge unter anderem auch regionale Spurensuche. So werden etwa die Romane „Raumfahrer“ und „Kairos“ der ostdeutschen Autoren Lukas Rietzschel und Jenny Erpenbeck auf die Bühne gebracht. Beide Stücke handeln von Menschen, die sich im Strudel der deutsch-deutschen Geschichte verlieren.
Zu Aufführungen gehören auch große Opern wie „La Boheme“ von Giacomo Puccini, „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner in der Regie von Intendant Märki. „Das Katzenhaus“ kommt als Musiktheater für Kinder in einer Kooperation des Staatstheaters mit dem Piccolo-Theater auf die Bühne. (dpa)