Tillich: Stellenabbau bei Siemens-Görlitz völlig ungerechtfertigt
Sachsens scheidender Ministerpräsident Stanislaw Tillich hält einen Stellenabbau im Siemens-Turbinenwerk in Görlitz für völlig ungerechtfertigt. Arbeitsplätze zu streichen, ist nicht nachvollziehbar. Das wäre ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Am Standort Görlitz sind rund 900 Beschäftigte tätig.
Bisher wurde weder mit der Politik noch mit den Mitarbeitern über Alternativen oder Konzepte gesprochen, so Tillich. Er bezeichnete den Standort Görlitz als beispielhaft mit seiner nahezu konkurrenzlosen Produktpalette Die Auftragsbücher sind gefüllt. Gestern hatte die Siemens-Personalchefin massive Veränderungen angekündigt, ohne aber Einzelheiten zu nennen. Sie begründete die geplanten Einschnitte damit, dass der Markt für Dampfturbinen angeblich um 70 Prozent geschrumpft ist. Entlassungen schloss sie nicht aus.