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Tischler bauen neuartigen Spreewaldkahn

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Ein traditionsreiches Symbol des Spreewalds bekommt eine Neuinterpretation: Zwei Tischler aus Straupitz haben einen neuartigen Spreewaldkahn gebaut – nicht traditionell aus einem einzigen langen Holzstück, sondern aus verleimten Holzplatten. 

Die Seiten eines traditionellen Kahns bestehen aus einem einzigen langen Holzstück, das über Feuer gebogen wird, was aber heute nur schwer zu beschaffen ist.  Statt massiver Bohlen nutzt die Tischlerei daher kleinere Furnierblätter. Sie werden kreuzweise verleimt und in Form gepresst. Das Ergebnis: ein formstabiler, spannungsfreier Kahn.  

Allerdings ist der erste Prototyp untergegangen. Das sei aber ganz normal, denn im Wasser quelle das Holz auf, daher sei das Holz jeweils mit Abstand verschraubt. Erst durch das Aufquellen werde der Boden dicht, so die beiden Tischler. (dpa)