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Lausitz Festival startet mit Tragödie in Weißwasser - und das Publikum mittendrin

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In diesem Sommer ist bislang keine Langeweile aufgekommen. Oder? Volksfeste, Konzerte, Sommertheater, Freilichtkino, Ausstellungen – das volle Programm. Klangvoller Abschluss:  das  Lausitz Festival. Mehr als 500 Künstler aus dem In- und Ausland wurden engagiert.   Los geht’s an diesem Samstag mit einer Einladung an die Besucher des Görlitzer Altstadtfestes.

Mit Beethovens Neunter wird das Publikum eingestimmt. Auf dem Görlitzer Obermarkt wird an diesem Samstag um 17 Uhr ein Chor mit 80 Stimmen singen, begleitet von einem Orchester. Und das Publikum  ist eingeladen, mitzusummen.

Dann geht es Schlag auf Schlag. An diesem Sonntag ist Premiere für Shakespeares „Othello“, einer Tragödie an einem ungewöhnlichen Ort: in der Telux in Weißwasser, einer alten Glasfabrik. Das Publikum ist mittendrin, ganz nah dran, es kann zu mehreren Orten der Handlung wechseln.   Inszeniert hat das Stück der junge Regisseur Marcel Kohler. Den Othello spielt Leonard Burkhardt, den Jago Götz Schubert, vielen sicher auch als TV-Kommissar Butsch in der Krimiserie „Wolfsland“ bekannt.

Bis 14. September stehen über 50 Veranstaltungen in der Ober- und Niederlausitz auf dem Festival-Programm.   Das Spektrum reicht von Konzerten, Theater und Tanz bis zu Liederabenden, Lesungen und philosophischen Gesprächen.  Ein paar Höhepunkte:

Es erklingen alle 16 Streichquartette von Ludwig von Beethoven,  z.B.. auf Schloss Branitz, in der Zittauer Kreuzkirche oder in der Fachwerkkirche Gut Saathain. Festivalort ist wieder ein Hangar auf dem ehemaligen Flugplatz in Cottbus. Dort wird getanzt. „Stille Post – lauter Träume“ ist das Motto. Im Filmtheater Guben wird das Stück „Widerstand“ aufgeführt von Lukas Rietzschel, der in Kamenz aufgewachsen ist und in Görlitz lebt. Der lettische Radiochor singt in der Görlitzer Peterskirche.

Das Festival geht auch aufs Wasser. Das Theaterstück „Vineta oder Das Schwarze Tal“ wird auf dem Motorschiff Barbara auf dem Senftenberger See aufgeführt, in Koproduktion mit der Neuen Bühne Senftenberg. Es geht um Umbrüche und Verwerfungen in der Kohleregion, Hoffnungen und Resignation.   Zeitzeugen wurden befragt, Interviews geführt, so Regisseurin Ulrike Müller. Premiere ist am 30. August. Viermal legt der Theaterkahn ab.

Das Lausitz Festival vom 24. August bis 14. September.  

Das ganze Programm: 

www.lausitz-festival.eu

 


Audio:

Knut-Michael Kunoth