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Tochter mit nassem Handtuch geschlagen - Bautzenerin verurteilt

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Das Amtsgericht Bautzen hat  eine Mutter zu acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Sie hatte eine ihrer Töchter mit einem nassen Handtuch ins Gesicht geschlagen. Das Mädchen war damals 13 Jahre alt. Weitere fünf Fälle wurden eingestellt, darunter auch der Vorwurf, die Angeklagte habe das Kind mit dem Fuß gegen den Kopf getreten.  Die Richterin begründete die Einstellung der übrigen Fälle vor allem mit dem Schutz der beiden Töchter. Sie hätten  sonst vor Gericht aussagen müssen. Das blieb ihnen mit dem Geständnis der Mutter erspart. Inzwischen sei das Verhältnis in der Familie wieder gut, so die Richterin. Die Tochter lebe wieder bei der Mutter.  Die Angeklagte habe sich außerdem nach der Tat  in Therapie begeben und nun ihr Leben wieder in den Griff bekommen.   Die Mutter wies zunächst zu Verhandlungsbeginn die Vorwürfe zurück. "Das hat im großen und ganzen so nicht stattgefunden", sagte sie. Die Aussagen der beiden Töchter bezeichnete sie als übertrieben. Die der Bautzenerin vorgeworfenen Taten liegen rund fünf Jahre zurück. Damals waren die Töchter 13 und fünf Jahre alt. Vorausgegangen war ein Selbstmordversuch der Angeklagten. "Die Kinder waren verärgert, weil sich die Mutter das Leben nehmen wollte", so die Verteidigerin. Sie hätten deshalb bei der Polizei aus Wut mehr ausgesagt, als was tatsächlich passiert sei.  Die Verhandlung wurde während der Beweisaufnahme unterbrochen. Die Prozessparteien zogen sich kurz zurück. In einem Rechtsgespräch einigten sie sich darauf, fünf Fälle einzustellen, wenn die Angeklagte die Tat mit dem nassen Handtuch zugibt.