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Tödlicher Unfall in Boxberg - Autofahrer verurteilt

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Sechs Monate auf Bewährung – so lautet das Urteil im Prozess zu einem tödlichen Unfall vor reichlich einem Jahr auf der Leag-Werkszufahrt in Boxberg. Der Angeklagte muss außerdem 1.000 Euro an die Opferhilfsorganisation „Weißer Ring“ zahlen. Er legte gestern vor dem Amtsgericht Weißwasser ein Geständnis ab und bedauerte die Tat. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 56-jährigen Autofahrer fahrlässige Tötung vorgeworfen. 

Der Angeklagte war mit einem Kollegen im Firmen-Jeep über eine Schotterpiste gerast. Beide waren nicht angeschnallt. Das Fahrzeug mit den beiden Sicherheitsmännern krachte gegen Findlinge. Es überschlug sich mehrfach. Dabei wurde der Beifahrer aus dem Seitenfenster geschleudert. Er verstarb noch am Unfallort. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. „Es war eine waghalsige Fahrt“, so der Richter. Und: „Der Beifahrer könnte noch leben, wäre er angeschnallt gewesen“.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.