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Tödliches Eisbad bei Weihnachtsfeier: Neuer Prozess in Leipzig

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Das Verfahren um die zwei Toten bei einer Weihnachtsfeier vor knapp vier Jahren wird ab Dienstag vorm Landgericht Leipzig neu aufgerollt. Am 22. Dezember 2019 waren in Gerichtshain östlich von Leipzig zwei Männer, ein 20-Jähriger und ein 39-Jähriger, in einem selbstgebauten Pool gestorben. Das ungewöhnliche Drama sorgte bundesweit für Schlagzeilen.

Der Veranstalter und einer seiner Kumpels hatten damals, während der nächtlichen Party gegen 2.30 Uhr, einen Trockeneisblock in das Becken geworfen. Durch das freigesetzte Kohlendioxid verloren zwei Badende das Bewusstsein und ertranken. Der Dritte, ein 47-Jähriger, konnte gerade noch wiederbelebt werden.

Im ersten Prozess vor gut einem Jahr sprach das Leipziger Amtsgericht die beiden Eisblockwerfer frei. Zur Begründung erklärte der Richter, es habe keine Sorgfaltspflichtverletzung gegeben, da sie sich der tödlichen Gefahr nicht bewusst gewesen seien und der Eisverkäufer im Internet auch nicht explizit davor gewarnt hätte.

Dagegen legte die Staatsanwaltschaft jedoch Berufung ein. Sie fordert Geldstrafen für beide Angeklagten. Zwei Verhandlungstage sind vorerst angesetzt, am 18. Dezember könnte ein neues Urteil fallen.