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Toter Iraker in Görlitz - Mord-Anklage gegen zwei Türken

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Gut vier Monate nach dem Tod eines eingeschleusten Irakers bei Görlitz ist Anklage gegen die beiden Schleuser erlassen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Mord durch Unterlassen vor. Der Fall wird am Landgericht Görlitz verhandelt. Wann, ist noch unklar. Die Anklage muss noch zugelassen werden.

Die beiden Türken hatten 22 Flüchtlinge, die aus Minsk gekommen waren, in einem Kleintransporter eingeschleust und in der Nähe der A 4 abgesetzt, so die Ermittlungen. Einer der Migranten war tot. Der 32-jährige Iraker starb an Multiorganversagen. Einer der Tatverdächtigen – ein 48-jähriger Türke im Begleitauto - konnte an Ort und Stelle festgenommen werden.  Sein 42-jähriger Landsmann flüchtete. Er wurde im November in einem Hotel in Amsterdam aufgespürt und ausgeliefert.