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„Tragisches Unglück“ - Amtsgericht stellt Prozess gegen Mähdrescherfahrer ein

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Das Amtsgericht Kamenz hat heute den Prozess gegen einen Mähdrescherfahrer eingestellt. Die Staatsanwaltschaft hatte den 58-Jährigen für den Tod eines Autofahrers verantwortlich gemacht. Der 23-Jährige war im Sommer vergangenen Jahres zwischen Elstra und Gersdorf gegen den entgegenkommenden Mähdrescher gekracht. Der Richter sah beim Angeklagten aber keine Schuld, die zu einer Verurteilung gereicht hätte. Er muss lediglich 2.000 Euro an die Kreisverkehrswacht zahlen.

Laut Anklage ragten die Anbauten am Mähdrescher 75 Zentimeter in die Gegenfahrbahn. Dafür lag angeblich keine Erlaubnis vor. Außerdem hatte er kein Begleitfahrzeug. Der Autofahrer hatte laut einem Gutachter rund 100 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho. Wegen der Umbauten wie größere Reifen und eines Holzlenkrades hatte der Pkw keine Betriebserlaubnis mehr. Die Reifen schleiften am Fahrwerk und beeinträchtigen die Lenkung. Das ABS war nicht aktiviert.

Der Richter sprach von einem tragischen Unglück.