Trauungen in Corona-Zeiten - im Zittauer Standesamt wird gelächelt und zurückgelächelt
Eins muss man uns lassen. Wenn wir Deutschen etwas regeln, dann bis ins letzte Detail. Die Corona-Bestimmungen zum Beispiel. Da heißt es: Auf 20 Quadratmeter Verkaufsfläche darf sich höchstens ein Kunde aufhalten. Auch am Traualtar herrscht die Devise: Abstand halten! Doch wie soll das gehen?
Es soll der schönste Tag im Leben werden. Aber in diesen Zeiten heißt es einmal mehr: Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob auch am Traualtar der Abstand stimmt. Maximal 15 Hochzeitsgäste dürfen die Zeremonie im Zittauer Standesamt miterleben. „Einschließlich des Brautpaares und ausschließlich der Standesbeamtin“, stellt Standesamtschefin Petra Wiesner klar.
Braut und Bräutigam dürfen dicht an dicht sitzen. Das ist erlaubt. „Sie dürfen sich auch küssen“. Wie großzügig! Aber bitte der Standesbeamtin nicht zu nahe kommen.
Auf das Händeschütteln nach dem Ringetausch wird verzichtet. „Wir bleiben schön hinter unserem Tisch stehen und lächeln freundlich das Paar und seine Gäse an und sie lächeln freundlich zurück“. Das muss genügen in Corona-Zeiten.
Ungewöhnliche Zeiten und Umstände – auch für Petra Wiesner, die in den vergangenen über 45 Jahren schon fast 2.800 Paare getraut hat -manche auch zweimal. Morgen feiert sie ihren 38. Hochzeitstag.