Trebendorf begrüßt Leag-Maßnahmen zur Verringerung von Staub und Lärm

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Trebendorf begrüßt die angekündigten Schritte der Leag zur Verringerung der Lärm-und Staubbelastung aus dem Tagebau Nochten. Allerdings bleibe die Forderung bestehen, die Abraumförderbrücke F60  in den Nachtstunden zu anzuhalten, sagte uns Bürgermeister Waldemar Locke. Das aber werde von Leag und Oberbergamt abgelehnt.  Viele Trebendorfer fühlen sich durch den Tagebaulärm um den  Schlaf gebracht. so wie Uwe Radtke, der knapp 200 Meter von der Tagebaukante entfernt wohnt.

"Man bekommt eine Klatsche. Der Mensch leidet, vor allem die Kinder. Meine Enkel sind gestresst", sagte er uns.  Radtke hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer eingeladen, bei ihm daheim  zu übernachten. Die Antwort aus der Staatskanzlei kam gestern. Man habe auf das Umweltministerium verwiesen, so Locke.

Die Leag will den Tagebaulärm verringern. Anlagenteile wie Tragrollen sollen ausgewechselt, akustische Kommandos in den Nachtstunden durch optische Signale ersetzt werden. Das kündigte der Tagebaubetreiber gestern auf einem Einwohnerforum in Trebendorf an. Um Staub, der durch Wind aufgewirbelt wird,  zu stoppen, will die Leag einen bereits errichteten Damm um einen Kilometer verlängern – zum Schutz von Klein-Trebendorf. Außerdem sollen Nebelkanonen aufgestellt werden. Durch das versprühte Wasser sollen Staubpartikel gebunden werden.